Ende Gelände 2015: 1200 KlimaheldInnen blockieren einen Kohletagebau

August 2015 / Kohletagebau Garzweiler bei Köln:

1000 PolizistInnen und 800 RWE-Mitarbeiter konnten uns heute nicht aufhalten 🙂

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Früh morgens geht’s los zum Garzweiler Tagebau, dem größten Kohleabbaugebiet Europas.

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An dieser Brücke setzt die Polizei sehr, sehr stark Pfefferspray, Tritte und Knüppel ein.

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Um 10 Uhr werden wir zuerst nicht mit einer angemeldeten Demo durchgelassen.

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Die PolizistInnen versperren zuerst während der angemeldeten Demo unseren Weg.

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Dann wird der Weg für die Demo endlich freigegeben.

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Schilder geben den Weg zum Tagebau von RWE an.

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Der Weg in den Tagebau.

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Noch ist der Weg frei!

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Mutig gehen wir weiter.

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Dann fährt ein erstes Polizeiauto an uns vorbei.

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An der Kohlekante feuern uns Menschen an.

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Von hinten nähern sich zwei Polizeipanzer.

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Dann wird uns der weitere Weg von der Polizei versperrt.

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Einige Polizisten haben ihr Pfefferspray bereits in der Hand.

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Wir setzen uns in einer Gruppe zusammen hin.

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Der eine Polizeipanzer kommt von hinten herangefahren.

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Die Polizisten bei der Arbeit, um den Klimazerstörer RWE zu schützen.

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Wir sprechen mit den RWE-Gewinnmaximierer-BeschützerInnen.

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Das alles wird gemacht, damit RWE weiter unser Klima zerstören kann 😦

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Ein RWE-Mitarbeiter fährt uns aus dem Tagebau heraus.

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Der Garzweiler Tagebau von oben.

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Überall ist die Polizei präsent, um den Klimazerstörer RWE auch weiterhin gut zu schützen.

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Die Polizei lässt uns beim Verlassen der nahen Umgebung des Tagebaus passieren.

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Diese Kopfwunde hat ein Polizist einem Menschen an der Brücke am Morgen zugefügt.

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Im Klimacamp erholen wir uns nach der Blockade.

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Hier geht es zu weiteren Berichten über die Blockade:

ARD: Video: Umweltaktivisten dringen in Tagebau Garzweiler ein

ARD: RWE-Vorgehen gegen Demonstranten “Unangemessen und absurd”:

“Dass ausgerechnet RWE die Demonstranten wegen Hausfriedensbruch verklagt, sei lächerlich, meint Jürgen Döschner. Schließlich stört der Konzern seit Jahren den Frieden ganzer Regionen. Der Protest – vielleicht nicht legal, aber legitim – werde sich nicht mit Schlagstöcken aufhalten lassen.”

“Hut ab! Die Klima-Aktivisten im rheinischen Braunkohle-Revier verdienen Hochachtung und Respekt! Mit ihren Aktionen an diesem Wochenende sind sie mutig vorweg gegangen, haben symbolisch an einigen Stellen und für einige Stunden die gigantische Braunkohle-Maschinerie zum Stehen gebracht. Sie haben aufmerksam gemacht auf die größte Umweltbedrohung unserer Zeit: die Gefährdung des Weltklimas durch CO2 und die bedeutende Rolle, die die Braunkohle-Verstromung dabei spielt.”

“Wer den Klimawandel stoppen will, muss den größten Teil der Kohle im Boden lassen. Selbst G7 und US-Präsident Obama haben das inzwischen eingesehen. Die Alternativen zur Kohle sind da, die Energiewende ist Realität. Noch glaubt RWE, diesen Wandel mit Schlagstöcken und Pfefferspray aufhalten zu können. Aber so wie an der Börse wird der Energieriese auch in den Braunkohlegruben früher oder später scheitern. Das Schicksal der Atomkraft sollte RWE zu denken geben.”

WDR: Ausnahmezustand in Garzweiler Fast 800 Strafanzeigen nach Braunkohle-Protesten

Pressespiegel von Ende Gelände über diese Klimaretter-Aktion mit der Baggerblockade

Youtube-Video von der Besetzung: Der Weg in die Grube

Video von Graswurzel-TV über die Blockade

Klimaheldin erzählt von der Baggerblockade im Kohletagebau am 15.08.15:

“Natürlich steht an erster Stelle der unangebrachte und total überzogene, gewalttätige Polizeieinsatz, den ich nicht vergessen werde. Dann war es wirklich beeindruckend, die unvorstellbar weiten Entfernungen in der Kohlegrube zu erleben. Das Loch ist Kilometer lang. Wir sind in der Grube bestimmt 1 km gelaufen und hatten den Bagger immer noch nicht erreicht. Die Landschaftszerstörung durch den Kohletagebau ist also massiv. Dann hat mich die Aktion an sich sehr beeindruckt. Ich finde es fantastisch, dass “Ende Gelände” diese Aktion des zivilen Ungehorsams durchführte und so viele Menschen daran teilnahmen. Das war sehr beeinruckend!”

FAZ: Trotz Polizeisperre Braunkohle-Gegner stürmen Tagebau Garzweiler:

“Hunderte Aktivisten sind in den Braunkohletagebau Garzweiler eingedrungen und haben einen Bagger lahmgelegt. Die Polizei griff zum Pfefferspray. “

“Mehrere hundert Umweltaktivisten sind am Samstag in den Braunkohle-Tagebau im rheinischen Garzweiler eingedrungen. Weil eine Gruppe am Vormittag in die Nähe eines Baggers gelangen konnte, wurde dort der Betrieb gestoppt, wie ein Sprecher der Betreibers RWE bestätigte. Einige Demonstranten setzten sich auf die Ketten des Baggers. Die Polizei in Düren teilte mit, die Demonstranten hätten zuvor eine Polizeisperre durchbrochen. Die Polizisten setzten unter anderem Pfefferspray ein.”

350.org: Fotos von der Blockade

Augenzeugenbericht von Fossil Free Aachen über die Blockade:

Gary war beim Klimacamp und während der Ende Gelände Aktion im pinken Finger. Hier sein Erfahrungsbericht”

Bericht über die Blockade von Fossil Free Berlin:

Die Machtlosigkeit verschwindet
Wenn wir gemeinsam loslaufen – das spürten wir mit jedem Lied, jedem freundlichen Blick und Händedruck unserer Nachbarn – dann verschwindet das Gefühl der Verzweiflung, nichts ändern zu können. Wenn wir aufeinander aufpassen, dann werden unerreichbare Ziele plötzlich greifbar. “

Klimaretter.info: Politik kneift vor Garzweiler-Polizeieinsatz:

Nach der Bagger-Blockade im RWE-Tagebau Garzweiler beginnt die politische und juristische Aufarbeitung. Unterschiedliche Angaben kursieren über die Zahl der Klimaaktivisten, denen es gelang, die Blockaden zu überwinden. Vor den Vorgängen und den teils rabiaten Polizeieinsatz kneift die Politik bisher weitgehend.

Süddeutsche Zeitung: Goliath im Tagebau: “Garzweiler ist das neue Wendland!”

“Garzweiler ist das neue Wendland: Demonstranten übten jahrelang beim Protest gegen Atomkraft und ziehen nun gegen die Braunkohle zu Felde. Sie haben gute Gründe. Selbst die Bundeskanzlerin blies bereits zur “Dekarbonisierung”.”

“An diesem Wochenende haben Hunderte Demonstranten den Tagebau Garzweiler II gestürmt. Sie besetzten einen Schaufelradbagger und brachten den Tagebau zum Erliegen, andere blockierten eine Kohlebahn. Die Polizei schritt ein, es gab Verletzte. Der RWE-Konzern, der den Braunkohle-Tagebau im Rheinland betreibt, stellte hundertfach Anzeige, dennoch sprachen die Initiatoren euphorisch von einer “neuen Dimension” des Widerstands gegen die Kohle. Damit könnten sie glatt recht behalten. Die Auseinandersetzung um die Kohle ist auf bestem Wege, jene um die Kernkraft zu beerben.”

“Und nicht zuletzt ist da ein gut organisierter Widerstand bei Umweltgruppen. An den Akws konnten sie sich lange genug üben. Schon jetzt ist klar, dass sich dieser Widerstand nicht stoppen lässt, mehr noch: Diese Bundesregierung hat ihn sogar untermauert, wenn auch teils unfreiwillig. Es war die Bundeskanzlerin selbst, die im Kreis der führenden Industrienationen zur “Dekarbonisierung” blies, zum Abschied von fossilen Energieträgern.”

TAZ vom 19.08.2015: Tagebau von Presse befreit

“PROTEST Weil RWE das so wünschte, behinderte die Polizei am Wochenende die Berichterstattung über die Braunkohleproteste. Medien beschweren sich beim Land”

“Knapp 1.000 Menschen hatten am Samstag den Tagebau Garzweiler bei Köln besetzt, um gegen Braunkohleabbau zu demonstrieren. Nach dem Polizeieinsatz vor Ort haben nun mehrere Medien Beschwerde gegen die Behinderung ihrer Arbeit eingelegt. Während die Blockade noch in vollem Gang war und die Räumung vorbereitet wurde, hatte die Polizei JournalistInnen unter Verweis auf das Hausrecht des Tagebaubetreibers RWE vom Ort des Geschehens entfernen lassen – darunter auch den Autor dieses Artikels.

“Eine Redakteurin der dänischen Tageszeitung Dagbladet Information musste – trotz umgehängten Presseausweises – über mehrere Stunden gefesselt in einem Polizeikessel ausharren. Ihr Chefredakteur habe deswegen beim dänischen Außenministerium interveniert, das sich dann an die deutschen Behörden gewandt
habe, berichtete sie.”

Fotos und Bericht von der Blockade: Prügelnde Polizisten auf Pick-ups

Gudrun Zentis (Grüne, MdL NRW): Proteste im Tagebau Garzweiler II: RWE muss der Realität ins Auge sehen: Die Zukunft gehört den Erneuerbaren:

“Mehrere hundert Demonstrantinnen und Demonstranten besetzten am vergangenen Wochenende den Tagebau Garzweiler II, um ihre Kritik an der klimaschädlichen Braunkohleverstromung deutlich zu machen. Ich war als Beobachterin vor Ort und durfte die Polizei begleiten.”

“Ich fordere deshalb RWE auf,

  • keine Anzeigen wegen Hausfriedensbruch zu stellen
  • sich endlich ehrlich zu machen und die Planungen für das neue Braunkohlekraftwerk BoAPlus aufzugeben.

Die Aktivistinnen und Aktivisten haben deutlich gezeigt, dass die Zeit der Braunkohle vorbei ist. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien.”

Weitere Foto-Berichte über den Kohleabbau bei Köln (im Hambacher Forst) gibt es hier.

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