Herbstorkan Christian in Kappeln an der Schlei 2013

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So sieht Kappeln an der Schlei normalerweile im Herbst aus. Es angeln ein paar Menschen, andere gehen spazieren. Die Schlei ist ruhig und abgesehen von dem großen Traditionssegelschiff Pippilotta liegen kleinere Segelschiffe nicht mehr im Wasser, da sie bereits für den Winter an Land geholt wurden.

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Als ich am Nachmittag am 28.10.2013 einen Spaziergang durch Kappeln machte, merkte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Es stürmte nämlich so sehr, wie ich es noch nicht in Kappeln erlebt hatte. Da die Bäume auch noch viele Blätter trugen, wurden diese und die am Boden lagen wild durch die Straßen gepustet. Ich konnte kaum nach vorne gucken.

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Am Hafen sah es nicht anders aus. Die Regenplane der Sitzbänke war durch den Orkan bereits von einigen Stangen abgerissen.

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Unter der Brückenunterführung sah ich zum ersten Mal in meinem Leben wie die extrem starken Windböen die Schlei dermaßen stark aufpeitschten, dass ein weißer Dunstwasserstreifen über der Schlei zu sehen war, der aus dem aufgepeitschten Wasser entstand und über die Schlei fegte.

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Zu anderen Seite der Schlei war die aufgepeitschte Wasserwolke auch zu sehen.

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Obwohl es noch relativ warm draußen war, habe ich zum Schutz vor umherfliegenden Blättern  meine Kapuse aufgesetzt. Im Hintergrund sieht mensch die Pippilotta, auf der ich meine erste Lesung von meinem Fantasy-Roman Leyla und die Wächter der Zeit hatte. Der Steg, um auf das Schiff zu gelangen, liegt ca. 50-60 cm über der Hafenkante. Das ist interessant. Denn durch den starken Orkan wurde das Wasser in der Schlei so stark in die Ostssee gedrückt, dass das Schiff am nächsten Morgen ca. 1 Meter tiefer lag und der Steg in die Luft zeigte, siehe Fotos weiter unten.

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Der starke Orkan löste die vorderen, kleinen Segel der Pippilotta und drückte das Schiff so Richtung Schlei.

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Hier waren die Taue, die die Pippilotta hielten am vorderen Poller noch heile und fest.

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Unter Lebensgefahr lief ich die Schlei entlang Richtung Arnis. Am Museumshafen kam ich nicht mehr weiter, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Orkan war dermaßen stark, dass ich nicht mehr weiterlaufen konnte und nicht mehr vorwärts kam. An dieser Stelle trafen die starken Windböen mit ganzer Gewalt auf den Baum, der dadurch bereits viele Äste verloren hatte, genauso wie die Segelschiffe sehr stark im Wind schaukelten.

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Auf diesem Foto kann mensch gut sehen wie stark der Orkan die sonst ruhige Schlei aufpeitschte. Die Schlei entwickelte eine  Störmung wie ein Fluss, der das Wasser Richtung Ostsee fließen ließ.

Hier ist ein kurzer Clip mit gefilmten Eindrücken des Orkans in Kappeln zu sehen.

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Auf dem Rückweg waren die vorderen Taue der Pippilotta durch den Sturm bereits gerissen und das Schiff wurde vorne Richtung Schlei und hinten gegen den Hafen gedrückt.

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Innerhalb einer Sekunde nachdem ich ein lautes Knacken hörte, lag die Tanne schon auf der Straße. Sie hatte den starken Windböen nicht mehr Stand halten können. Glück für mich, dass ich nicht auf der Seite der Straßen zurücklief!!

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Am nächsten Tag stand in der Zeitung Schlei-Bote, das der Orkan Christian mit neu gemessenen Windrekorden besonders in Schleswig-Holstein in Deutschland gewütet hatte.

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Diese Berichte fanden sich die nächsten Tage nach dem Orkan im Schlei-Boten:

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Und so sah es am nächsten Morgen nach dem Orkantag in Kappeln aus:

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Die Schlei war so leer wie ich es noch nicht erlebt hatte. Beim Heringszaun war sogar an einigen Stellen der Boden zu sehen,  weil über Nacht der Pegel der Schlei um ca. einen Meter gesunken war.

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Der Herbstorkan hatte viele Schäden hinterlassen. Hier werden Reparaturen auf der Schleibrücke durchgeführt.

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Die Pippilotta lag einen Meter tiefer in der Schlei. Der Steg auf der Schiff lag nun nicht mehr auf dem Hafen, sondern zeigte stattdessen in die Luft.

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Zudem lag das kaputte Tau neben dem Poller und ein neues Tau wurde angebracht.

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Der Kreis zeigt nochmals den Steg, der in die Luft zeigte und damit angibt wie stark der Schleipegel durch den Orkan gefallen war.

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Auch in anderen Teilen des Hafens sah ich deutlich, dass der Pegel der Schlei tief wie nie lag.

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Im Musuemhafen war das Wasser der Schlei wie weggefegt. Einige Schiffe lagen bereits auf dem Schleiboden.

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Hier ist ein kurzer Clip über die Folgen des Orkans Christian in Kappeln.

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Die Schlei sah aus als wenn dort plötzlich eine Ebbe kam.

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Auch in Kappeln gab es viele Schäden. Viele Äste lagen herum.

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Zäune wurden beschädigt.

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Selbst die Kirche in Kappeln ist durch einen Ast beschädigt worden.

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Nahe der Ostsee Richtung Flensburg sind viele große Bäume dem Orkan zum Opfer gefallen.

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Um einen Baum tut es mir besonders leid. Er steht direkt am Strand in Oehe und ist durch den Sturm Christian beschädigt worden. So kannte meine Mutter den Baum noch aus ihrer Kindheit:

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Jetzt sieht er so im Sommer aus:

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Die Zeitung zeigt noch weitere schlimme Schäden des Sturms in ganz Schleswig-Holstein:

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Später stellt sich raus, dass dies kein Schuppen, sondern ein Einfamilienhaus war, das durch den Sturm abgebrannt ist.

Warnung:

Durch die menschengemachte Klimaerwärmung werden extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hitze- und Kältewellen und ihre Folgeschäden zunehmen.

 

 

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