Lichtblicke beim Klimaschutz

Während die Erde immer heißer wird, gibt es gute Entwicklungen zu einer erneuerbaren Welt, die hier aufgelistet werden (auch falls man mal wieder Motivation zum Weitermachen für mehr Klimaschutz benötigt):

2016

26.10.16, weltweit: Weltweite Energiewende: Erneuerbare Energien überholen Kohle:

“In Bezug auf die weltweite Energiewende war das vergangene Jahr ein Wendepunkt, bilanziert die Internationale Energieagentur. In Bezug auf installierte Kapazität haben erneuerbare Energien die Kohle als wichtigsten Energieträger überholt.”

“Erneuerbare Energieträger haben vergangenes Jahr erstmals die Kohle als weltweit wichtigste Energiequelle überholt. Das hat die Internationale Energieagentur IEA berechnet und erklärt, 2015 sei die globale Kapazität von erneuerbaren Energiequellen (vor allem Wasser, Bioenergie, Wind und Sonne) um 153 Gigawatt gestiegen. Das sei mehr als die Hälfte des gesamten weltweiten Kapazitätsanstiegs und etwa die Menge, die ein Land wie Kanada insgesamt benötige. Getrieben worden sei das Wachstum von China, wo pro Stunde im Schnitt zwei Windturbinen installiert worden seien. Insgesamt wurden demnach im vergangenen Jahr 23 Prozent der erzeugten Energie aus erneuerbaren Trägern gewonnen.”

28.10.2016, Antarktis: Einigung nach jahrelangen Verhandlungen Weltgrößte Meeresschutzzone in der Antarktis:

“Durchbruch nach jahrelangen Verhandlungen: In der Antarktis soll die weltweit größte Meeresschutzzone entstehen. Darauf verständigten sich in der Nacht 24 Staaten und die EU. Umweltschützer sprechen von einer bahnbrechenden Entscheidung.”

“Vor der Küste der Antarktis soll das größte Meeresschutzgebiet der Erde entstehen. Darauf haben sich 24 Staaten und die Europäische Union nach jahrelangen Verhandlungen beim Treffen der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis (CCAMLR) im australischen Hobart geeinigt. Das Schutzgebiet im ökologisch bedeutsamen Rossmeer soll 1,55 Millionen Quadratkilometer umfassen. Im größten Teil der neuen Schutzgebiets – 1,12 Millionen Quadratkilometern – soll jegliche Fischerei verboten werden. Das Ausmaß des neuen Meeresschutzgebiets entspricht in etwa der kombinierten Fläche von Deutschland, Frankreich und Großbritannien.”

12.09.16, Brazil: Brazil just ratified the Paris climate agreement. Here’s why that’s a really big deal:

“Brazil, the country that’s home to the largest tropical rainforest on Earth, ratified the Paris climate agreement Monday — making it the third-largest country for emissions, after the U.S. and China, to have done so.”

“Brazil, however, accounts for a very significant 2.48 percent of global emissions — making it the globe’s 7th highest emitter, and also a rather unique one in that so many of its emissions are due to deforestation of the Amazon, rather than the burning of fossil fuels.”

30.07.16, England: England’s plastic bag usage drops 85% since 5p charge introduced:

“Number of single-use bags handed out dropped to 500m in first six months since charge, compared with 7bn the previous year.”

“More than 7bn bags were handed out by seven main supermarkets in the year before the charge, but this figure plummeted to slightly more than 500m in the first six months after the charge was introduced, the Department for Environment, Food and Rural Affairs (Defra) said. The data is the government’s first official assessment of the impact of the charge, which was introduced to help reduce litter and protect wildlife – and the expected full-year drop of 6bn bags was hailed by ministers as a sign that it is working.”

16.8.16, Norwegen: Das Ende des Verbrennungsmotors Norwegen will nur noch saubere Autos:

“Diesel und Benziner haben keine Zukunft mehr – jedenfalls nicht in Skandinavien. Die Autoindustrie ist empört und spricht von Planwirtschaft.”

“Der Verkehrssektor ist, wie überall in den Industrieländern, aber zunehmend auch in Schwellenländern, maßgeblich am CO2-Ausstoß beteiligt. Und so diskutieren die Norweger auch das Aus für Schiffe mit Verbrennungsmotor. Und im Flug- und Schwerlastverkehr soll Biosprit nach und nach herkömmliches Benzin und Diesel ersetzen.”

25.6.2016, Norwegen: Norwegens Hauptstadt verbannt Autos:

“Oslos neue Stadtregierung macht Ernst mit ihren Klimaplänen. Die seit letztem Herbst in Norwegens Hauptstadt regierende rot-rot-grüne Koalition beschloss in dieser Woche ehrgeizige Ziele zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen. Bis 2020 soll der CO2-Ausstoß um 50 Prozent gesenkt werden, bis 2030 sogar um 95 Prozent. Referenzjahr ist 1990. Entsprechende Pläne hatte der Stadtrat im Oktober 2015, rund einen Monat nach der Wahl, vorgestellt. Nun wird es konkret.”

“Wichtigster Ansatzpunkt der Klimapläne ist die städtische Mobilität. Bislang verursacht der motorisierte Verkehr 63 Prozent der Emissionen Oslos. Dies soll sich tiefgreifend verändern. Die Nutzung von Autos soll deutlich zurückgehen. Im Zentrum der Stadt sollen schon 2019 nur noch Fahrzeuge ohne Schadstoffausstoß fahren. “Wir wollen, dass Fußgänger, Radfahrer und der öffentliche Nahverkehr Priorität genießen vor dem Autoverkehr”, heißt es aus der Stadtverwaltung. Damit soll zudem die Luftverschmutzung verringert und die Lebensqualität in der Stadt erhöht werden.”

23.6.16, Berlin, Deutschland: Berlin wird Divestment-Hauptstadt:

“Berlin will sein Geld nicht mehr in klimaschädliche Projekte stecken. Die zweite deutsche Stadt verpflichtet sich damit zum “Divestment”. Noch ist allerdings nicht ganz klar, welche Unternehmen nicht mehr finanziert werden dürfen. Und im Vergleich zum Vorbild Münster lässt sich die Hauptstadt viel Zeit.”

“Fast alle Parlamentarier quer durch die Fraktionen stimmten dem Antrag “Berlin als Divestment-Hauptstadt” der Grünen- und der Linksfraktion zu, nachdem bereits Umwelt- und Hauptausschuss ihre Empfehlung dafür ausgesprochen hatten. Lediglich ein Mitglied der Piraten lehnte ab. Damit gehört Berlin nun zu den weltweit rund 60 Städten, die zugesagt haben, ihr Geld aus den fossilen Branchen abzuziehen. Dazu zählen auch Oslo, Stockholm und Kopenhagen – die erste “Divestment-Hauptstadt” ist Berlin also nicht. Unter deutschen Städten hatte Münster im vergangenen Jahr den Anfang gemacht.”

1.6.2016, Deutschland: Rewe verbannt Plastiktüten aus seinen Märkten:

“Die Supermarktkette Rewe verkauft in Zukunft keine Plastiktüten mehr. Eine Entlastung für die Umwelt: Dadurch fallen deutschlandweit im Jahr etwa 140 Millionen Plastiktüten weg.”

19.5.2016, USA: USA bauen nur noch Öko-Kraftwerke:

“Wenn in den USA neue Kraftwerke ans Netz gehen, dann sind das inzwischen fast nur noch Ökoenergie-Anlagen. Eine Anschlussleistung von 1.300 Megawatt kam in den ersten drei Monaten dieses Jahres hinzu. Den größten Teil machten mit 707 Megawatt Windkraftanlagen aus, gefolgt von Solaranlagen mit 522 Megawatt. Biomasse kam auf 33, Wasserkraft auf 29 Megawatt. Neue Erdgas-Kraftwerke erreichten hingegen nur noch 18 Megawatt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 459 Megawatt gewesen. Andere konventionelle Kraftwerke wurden nicht errichtet. Das geht aus neuen Zahlen der US-amerikanischen Energie-Regulierungsbehörde FERC hervor.”

“Die Ökoenergien haben inzwischen landesweit 14 Prozent Anteil an der Stromproduktion. Nicht mitgezählt sind dabei Solarmodule auf Dächern mit einer Leistung von maximal einem Megawatt. Kohlekraftwerke haben hat nur noch einen Anteil von einem guten Viertel an der installierten Leistung. Erdgas kommt auf 43 Prozent, Atomenergie auf zehn Prozent.”

29.4.2016, Deutschland: Two German states hit 100% renewable electricity:

“The German states of Mecklenburg-Vorpommern and Schleswig-Holstein generated more renewable power in 2015 than households and businesses in each state consumed.”

22.4.2016, New York City, USA: 175 Länder haben den Klimavertrag unterschrieben: “Ab heute sind wir auf dem Vormarsch”

“175 Staaten unterzeichnen in New York den Weltklimavertrag. China kündigt an, das Abkommen schon im September zu ratifizieren, Frankreichs Präsident erwartet dies für die EU im Dezember. Die deutlichsten Worte spricht bei der Zeremonie allerdings kein Politiker, sondern ein Schauspieler.”

“Am Ende ist es aber kein Politiker, der Klartext redet, sondern ein Schauspieler. “Ja, wir haben das Paris-Abkommen erreicht, das ist ein Grund zur Hoffnung”, sagt Leonardo DiCaprio. “Aber es reicht nicht aus. Wir können nur bestehen, wenn wir die fossilen Energiequellen im Boden lassen, wo sie hingehören. Jetzt ist die Zeit für kühnes, beispielloses Handeln. Nach 21 Jahren Debatten dürfen wir keine Ausreden mehr zulassen, keine weiteren Zehnjahresstudien, keine Manipulationen der fossilen Energiekonzerne.”

“Am Donnerstag hatte eine Gruppe von Klimaanalysten in New York gewarnt, dass die Welt noch nicht auf dem Weg zum rettenden Ufer sei. “Wir bewegen uns in die entgegengesetzte Richtung”, erklärte Fabio Sferra vom Berliner Institut Climate Analytics. Um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, müsse die Welt in wenigen Jahrzehnten nicht nur keine Emissionen mehr ausstoßen, sondern zusätzlich CO2 aus der Atmosphäre filtern.”

“Mitte der Woche hatten in London mehr als 400 Investoren, die Vermögenswerte von 24 Billionen Dollar vereinen, die Staats- und Regierungschefs der Welt aufgerufen, nicht nur das Klimaabkommen zu unterzeichnen, sondern sich auch für eine schnelle Ratifizierung durch die nationalen Parlamente einzusetzen. Erst wenn mindestens 55 Prozent der Staaten, die für 55 Prozent des Treibhausgasausstoßes stehen, das Abkommen ratifiziert haben, tritt es in Kraft.”

21.4.2016, Kalifornien/USA: San Francisco führt Solar-Pflicht ein:

“Ein neues Haus in San Francisco gibt’s ab dem kommenden Jahr nur noch mit Solaranlage. Das haben die Stadtverordneten der kalifornischen Stadt jetzt beschlossen. Demnach müssen die Dachflächen auf neuen Gebäuden mit bis zu zehn Stockwerken mindestens zu 15 Prozent mit Modulen bedeckt sein, die entweder Strom oder Wärme aus Sonnenenergie gewinnen.”

5.4.2016, Deutschland: Deutsche Post baut sich eigene E-Autos:

“Der Logistik-Konzern will einen Teil seiner Flotte mit selbst produzierten Elektro-Fahrzeugen umrüsten. Noch dieses Jahr sollen 2.000 Streetscooter vom Band rollen. Später will die Post ihre “preisaggressiven Werkzeuge für Geschäftskunden” auch verkaufen. Völlig emissionsfrei, wie angekündigt, sind die Transporter allerdings nicht.”

“Die Deutsche Post will einen Teil ihrer Flotte auf Elektroantrieb umrüsten. Bis zu 30.000 elektrisch betriebene “Streetscooter” plant der Logistikkonzern einzusetzen, um damit Briefe und Pakete zuzustellen.”

24.3.2016, USA: “Moralisch verwerflich”: Öldynastie Rockefeller trennt sich von Exxon:

“Es hatte sich schon länger abgezeichnet, jetzt macht die Familie ernst: Der Rockefeller Family Fund wird seine Anteile an dem Ölkonzern Exxon abstoßen. “Wir können nicht mit einem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, das dem öffentlichen Interesse anscheinend Verachtung entgegenbringt”, hieß es in einem Statement der Wohltätigkeitsorganisation. Auch von Beteiligungen im Bereich Kohle und kanadischem Ölsand werde man sich so schnell wie möglich trennen.”

“Grund für den Schritt sei die existenzielle Bedrohung, der sich die Menschheit und das natürliche Ökosystem durch den Klimawandel ausgesetzt sähen. “Es macht keinen Sinn – weder finanziell noch ethisch – weiter in diese Unternehmen zu investieren, während die globale Gemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen vorantreibt.” 

1.4.2016, Münster, Deutschland: Keine Kohle mehr für die Kohle:

“Keine Kohle mehr für die Kohle: Ab sofort investiert die Stadt Münster ihr Geld nicht mehr in Aktien von Unternehmen, die umweltschädliche Energien erzeugen – oder deren Produkte aus ethischer Sicht umstritten sind.”

“Betroffen sind zwei Fonds, an einem ist die Stadt beteiligt, beim anderen ist sie einziger Eigentümer. Sie bestehen zu jeweils 70 Prozent aus Rentenpapieren und zu 30 Prozent aus Aktien, berichtet Franz Möller, Leiter der Stadtkasse. Insgesamt hat die Verwaltung 65 Millionen Euro in den beiden Fonds angelegt.”

“Aktien von Unternehmen, die auf Kinderarbeit setzen, militärische Produkte herstellen, Atomenergie oder andere nicht nachhaltige Energien erzeugen oder Fracking einsetzen, gebe es in den Fonds nun nicht mehr, so Möller.”

9.3.2016: Norwegen investiert knapp eine Milliarde Dollar in Fahrradautobahnen:

“In Zeiten des Klimawandels rücken auch Transportmittel wie das gute alte Fahrrad wieder in den Fokus der Regierungen. So hat sich Norwegen das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 die Zahl der Fahrradfahrten seiner Einwohner um bis zu zwanzig Prozent zu erhöhen. Das ganze ist allerdings kein Selbstzweck, sondern Teil eines größeren Projekts. So sollen im gleichen Zeitraum die Klimaemissionen des norwegischen Verkehrs um die Hälfte sinken. Wer die Leute allerdings dazu bewegen möchte, mit dem Rad zu fahren, der muss auch eine entsprechende Infrastruktur bereitstellen. Die norwegische Regierung scheint dies verstanden zu haben und hat daher ein entsprechendes Investitionsprogramm aufgelegt.”

“So sollen knapp eine Milliarde Dollar investiert werden, um die zehn größten Städte des Landes mit zweispurigen Fahrradautobahnen auszustatten. Diese sollen dann nicht nur zu Fahrten innerhalb der Innenstädte genutzt werden können, sondern auch eine Verbindung zu den Vorstädten bieten und an überregionale Radwege angeschlossen sein. Bisher allerdings teilt die norwegische Bevölkerung die Begeisterung der Regierung für das Radfahren noch nicht wirklich – Norwegen ist das Land mit der niedrigsten Fahrradnutzung in Skandinavien.”

29.2.16, USA: How Leonardo DiCaprio became one of the world’s top climate change champions:

“DiCaprio used his acceptance speech for best actor to urge a global audience to reject the “politics of greed”, and support leaders willing to take action against climate change.”

““Climate change is real, it is happening right now, it is the most urgent threat facing our entire species, and we need to work collectively together and stop procrastinating,” the actor said.”

“Over the last few years, DiCaprio has steadily donated his celebrity – and at least $30m in funding according to his foundation – to help advance the United Nations climate negotiations, protect coral reefs and tigers, and spread public awareness about the dangers of climate change.”

7.2.2016, Frankreich: Frankreich verbietet Supermärkten Lebensmittel wegzuwerfen:

“Jetzt ist es amtlich: Frankreichs Senat hat einem Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung zugestimmt, das schon letztes Frühjahr im Gespräch war: Supermärkte müssen alle nicht verkauften oder unverkäuflichen Lebensmittel entweder für wohltätige Zwecke spenden oder als Tierfutter bzw. als Kompost der Landwirtschaft zur Verfügung stellen. Ab einer Größe von 400 Quadratmetern sind die Supermärkte verpflichtet, für Lebensmittelspenden Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen einzugehen.”

6.2.2016, Marokko: Morocco Just Switched On The World’s Largest Solar Plant:

“When completed, the site will cover an area larger than the country’s capital, Rabat, and will make Morocco’s solar plant the largest in the world. It is hoped that it will eventually produce so much electricity that the nation will not only be able to meet its own energy needs, but also export the excess to Europe. The first section of the plant was turned on this afternoon by Morocco’s King Mohammed VI, and is expected to start churning out 160 megawatts.”

“So far, the power plant has had $3.9 billion (£2.7 billion) in funding, with around $1 billion (£690 million) coming from a German investment bank and $400 million (£276 million) from the World Bank. It is hoped that as the price of solar power continues to drop, it will become more and more viable to build even more of these projects, and move further away from fossil fuels.”

12.1.2016, weltweit: IWF fordert weltweite CO2-Steuer:

“Nur wenn der Treibhausgasausstoß einen Preis bekommt, kann das Pariser Klimaabkommen ein Erfolg werden, heißt es in einer Studie des Internationalen Währungsfonds. Auch der Druck für eine Reform des EU-Emissionshandels wächst.”

“Im Paris-Abkommen selbst spielt ein weltweiter CO2-Preis keine Rolle. Inzwischen hat sich aber eine breite Allianz gebildet, welche die Idee unterstützt. Dazu gehören die Weltbank, die britische Staatsbank und über 70 Länder, aber auch Mineralöl-, Energie- und Flugverkehrskonzerne.”

7.1.2016, China: China beschleunigt Kohleabschied:

“China stoppt den Ausbau seiner Kohleförderung. In den kommenden drei Jahren sollen keine neuen Kohleminen genehmigt werden. Zudem will die chinesische Energiebehörde tausend existierende Tagebaue stilllegen. Dies soll die Kohleproduktion um 70 Millionen Tonnen reduzieren. Grund für die Maßnahmen ist die extreme Luftverschmutzung im Land infolge der Kohleverbrennung.”

 2.1.2016, Deutschland: Grüne: Klimaschutz muss ins Grundgesetz:

“Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, und der Umweltexperte der Partei Oliver Krischer fordern von der Bundesregierung eine “Verdreifachung ihrer Klimaschutzaktivitäten”. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagten sie heute, dass dazu auch eine Verankerung des Klimaschutzes im Grundgesetz gehöre. Das sei die notwendige Konsequenz aus den Beschlüssen der Pariser Weltklimakonferenz vom 12. Dezember.”

“Die Grünen-Politiker kritisierten zudem die “widersprüchliche Klimapolitik” der Großen Koalition, die in der Wirtschaft zu großer Verunsicherung geführt habe. Auf der Jahresauftaktklausur der Grünen in Weimar soll dieses Wochenende ein Vier-Punkte-Plan beschlossen werden. Dieser fordert einen Kohleausstieg in den kommenden 20 Jahren, CO2-Grenzwerte für Kohlekraftwerke, einen klimaneutralen Gebäudebestand durch Wärme mit erneuerbaren Energien sowie staatliche Prämien beim Kauf von Elektroautos.”

2015

9.12.2015, Schleswig-Holstein, Deutschland: Schleswig-Holstein soll Klimaschutz-Vorreiter werden:

“Die Ziele der rot-grün-blauen Landesregierung sind hoch gesteckt. Vorreiter beim Schutz des Klimas soll der Norden werden. Bis 2020 soll der Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) um 40 Prozent sinken, bis 2050 sogar um 95 Prozent. Bis dahin, so schwebt es der Landesregierung vor, soll es eine CO2-freie Strom und Wärmeversorgung geben. Helfen sollen dabei die energetische Sanierung von Gebäuden und der Ausbau der Fernwärmeversorgung. Hier liege noch ein großes Potenzial. Das Land will bei seinen Gebäuden mit bestem Beispiel vorangehen.”

“Im Kabinett hatte der renommierte Kieler Klimaforscher Mojib Latif „bedrückende Szenarien“ des Klimawandels vor Augen geführt: die Versauerung der Meere, Fischbestände, die zugrunde gehen, Hungersnöte weltweit, die sich „dramatisch ausweiten“ würden und ein Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 1,5 Meter in den nächsten 50 bis 100 Jahren. „Die Prognosen sind düster“, berichtete Habeck.”

5.12.2015, Deutschland: Protest: Aktivisten blockieren Braunkohlekraftwerk:

“Mit einem sogenannten Tripod und einer Sitzblockade haben Klimaaktivisten der Gruppe “AusgeCO2hlt” heute am frühen Nachmittag im Rheinischen Braunkohlerevier eine Kohlezufahrt zum Kraftwerk Niederaußem blockiert. 20 Aktivisten ketteten sich aneinander oder an die dreibeinige Leichtmetallkonstruktion. Die Aktion richtet sich gegen den Abbau und die Verstromung von Braunkohle im Rheinischen Revier und weltweit.”

“Das Rheinische Braunkohlerevier ist Europas größte CO2-Quelle – hier wird über das Klima entschieden und nicht am Verhandlungstisch in Paris“, sagte Milan Schwarze, einer der Aktivisten. Klimaschutz bedeute in Deutschland einen sofortigen Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Braunkohle und ein endgültiges Abschalten von Kraftwerken. Zehn Aktivisten wurden nach der mehrstündigen Blockade vorübergehend auf eine Polizeiwache gebracht.”

28.11.2015, Niederlande: Der niederländische Spiegel – Kurt Stenger über die Notwendigkeit des Kohleausstiegs

“Die Niederlande machen als erster europäischer Staat ernst mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung. Das Parlament hat sich mehrheitlich für die schrittweise Schließung der Kraftwerke ausgesprochen. Ob man in unserem westlichen Nachbarland deshalb voranschreitet, weil es aufgrund seiner geografischen Lage massiv von einem extremen Klimawandel betroffen wäre, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist der niederländische Beschluss neben den diversen Divestment-Ankündigungen von Finanzkonzernen ein starkes Signal an den UN-Klimagipfel in Paris, den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas voranzutreiben. Ohne »Dekarbonisierung« wird die Erderwärmung das von der Wissenschaft immer wieder prognostizierte extrem gefährliche Ausmaß annehmen.”

23.11.2015, Deutschland: Weltgrößter Versicherer Allianz zieht Investitionen aus Kohleindustrie ab:

“Das Klima ändert sich: Wegen schlechter Geschäftsaussichten kündigt die Allianz den Ausstieg aus Kohle-Investitionen an. Der Konzern will künftig auf Windenergie setzen.”

“Die Allianz will nicht mehr in Kohle investieren. In einem am Montagabend veröffentlichten Interview des ZDF-Magazins „Frontal 21“ sagte Andreas Gruber, Chefinvestor der Allianz: „Die Allianz steigt aus der Kohle aus. Wir werden nicht mehr in Bergbau -und Energieunternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes beziehungsweise ihrer Energieerzeugung aus Kohle generieren. Der Abbau wird über die nächsten sechs Monate per Aktien erfolgen, bei festverzinslichen Anlagen werden wir keine Verkäufe tätigen, aber wir werden unsere bestehenden Investments auslaufen lassen.“

12.11.2015, Berlin, Deutschland: Enquete-Kommission will Berliner Divestment:

“Die Enquete-Kommission “Neue Energie für Berlin” empfiehlt dem rot-schwarzen Senat in der Hauptstadt, bis 2020 alle Investitionen aus klimaschädlichen Geschäften abzuziehen und für die Zukuft auszuschließen. “Dies betrifft insbesondere Unternehmen, die Gas aus unkonventionellen Lagerstätten, Erdöl oder Kohle fördern, verarbeiten und vertreiben”, heißt es auf Seite 98 des über 300-seitigen Abschlussberichts der Abgeordneten und Experten, der in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses besprochen werden soll. Erstmals präsentiert hatte ihn die Kommission am Dienstagabend auf einer Podiumsdiskussion. Berlin könne zur “ersten ‘Divestment-Hauptstadt’ der Welt” werden, wirbt sie für das Anliegen.”

6.11.2015, USA: Klimalügen: Ermittlungen gegen Exxon:

Wegen Falschangaben zum Klimawandel ermittelt die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Exxon Mobil. Der weltgrößte Ölkonzern soll Öffentlichkeit und Anleger jahrelang über mögliche Folgen des Klimawandels belogen und damit die Risiken seines fossilen Geschäftsmodells verschleiert haben. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf Mitarbeiter des ermittelnden Generalstaatsanwalts Eric Schneiderman. Die Ermittlungen sollen bereits seit einem Jahr laufen.

6.11.2015, USA: Klimaschutz: Obama verkündet Aus für umstrittene Keystone-Pipeline:

“Nach jahrelangem Streit dürfte nun das Aus für die Keystone-Ölpipeline von Kanada in die USA feststehen: Präsident Obama hat das Vorhaben abgelehnt – und begründet die Entscheidung mit dem Klimaschutz.”

“US-Präsident Barack Obama hat eine Genehmigung für das Keystone-XL-Projekt abgelehnt – eine Ölpipeline von Kanada in die USA. Vor Journalisten begründete Obama die Entscheidung damit, dass eine Genehmigung der Pipeline nicht den nationalen Interessen diene – und die “US-Führerschaft im Kampf gegen den Klimawandel untergraben” hätte.”

5.11.2015, Münster, Deutschland: Münster streicht Kohle das Taschengeld:

Als erste Stadt Deutschlands zieht Münster sein Geld aus klimaschädlichen Unternehmen ab. Die deutsche Divestment-Bewegung hofft, dass der Stein damit ins Rollen gekommen ist und bald weitere Kommunen folgen.”

4.11.2015, Münster, Deutschland: Divestment in Deutschland: Münster will RWE-Aktien verkaufen:

Die nordrhein-westfälische Stadt beschließt als erste in Deutschland, öffentliches Kapital aus klimaschädlichen Industrien abzuziehen.”

Kurz vor der Weltklimakonferenz von Paris hat erstmals eine deutsche Stadt den Abzug von Kapital aus klimaschädlichen Industrien beschlossen. Im nordrhein-westfälischen Münster beschloss der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates am Mittwochabend, Millionen Euro umzuschichten. Zwei städtische Fonds dürfen ab 2016 unter anderem kein Geld mehr in die Kohle-, Gas- und Ölindustrie investieren, erklärte der grüne Stadtrat Otto Reiners.

21.9.2015, weltweit: Greenpeace-Studie: Erneuerbare können die Welt ab 2050 zu 100 Prozent mit Energie versorgen:

“Klimafreundliche Komplettwende kann 20 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.”

“Die globale Energieversorgung bis 2050 vollständig auf Erneuerbare umzustellen, ist technisch möglich, finanziell attraktiv und kann Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Dies zeigt die neue Greenpeace-Studie Energy Revolution, die zusammen mit dem Institut für Technische Thermodynamik -Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Luft- und Raumfahrt Zentrums (DLR) erarbeitet wurde. Die darin durchgerechnete Umstellung kann zudem den CO2-Ausstoß so weit senken, dass der Temperaturanstieg unter der kritischen Grenze von 2 Grad bleibt. “Die Erneuerbaren Energien sind inzwischen erwachsen und können mit klimaschädlichen Kohlekraftwerken und riskanten Atommeilern konkurrieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass Kohle- und Atomlobbyisten Regierungen daran hindern, jetzt rasch den Weg in eine saubere, sichere und wirtschaftliche Energiezukunft zu gehen”, so Sven Teske, Greenpeace-Energieexperte und Hauptautor der Studie. (Online: http://bit.ly/1YsHXRg).”

Zum Link der Studie hier klicken.

9.9.2015, Deutschland: Kohle ist “out”, Wind ist “in”

Umfrage Erneuerbare Energien sind bei Frauen und jungen Menschen besonders beliebt, zeigt eine Befragung. Je gebildeter die Leute, desto größer ist die Ablehnung der Kohlekraft .”

26.08.2015, USA: Obama wirbt für erneuerbare Energien (TAZ, 26.8.15):

“Der US-Präsident kritisiert in einer Rede die Lobbyanstrengungen der Kohleindustrie.”

“Angesichts des Widerstands der Kohlelobby gegen seine geplanten Klimaschutzauflagen für Kraftwerke
hat US-Präsident Barack Obama ein nachdrückliches Plädoyer für erneuerbare Energien gehalten.”

21.08.2015, Indien: Cochin International Airport – Dieser Flughafen wird mit Sonnenenergie betrieben:

“Der Cochin International Airport in Südindien will seinen Energiebedarf nur über Solarstrom decken. Gelingen soll das über ein riesiges Feld an Solarkollektoren gleich neben der Landebahn.”

“Flieger, grüß mir die Sonne. Der Cochin International Airport (CIAL) in der südindischen Region soll der erste internationale Flughafen sein, der seinen Energiebedarf ausschließlich über Solarenergie deckt. Dazu wurde jetzt eine neue Anlage mit zwölf Megawatt in Betrieb genommen, das aus einem riesigen Feld an Solarkollektoren gleich neben der Start- und Landebahn gespeist wird.”

“Mittels der 46.150 Solarkollektoren auf der 18 Hektar großen Fläche sollen zwischen 50.000 und 60.000 kWh Solarstrom täglich produziert werden. Die Autarke Versorgung durch Sonnenenergie soll den Ausstoß von mehr als 300.000 Tonnen Kohlendioxid verhindern. Der Cochin International Airport (6.814.867 Passagiere im vergangenen Jahr) habe ein „weiteres Kapitel in der Luftfahrt-Geschichte geschrieben“, feierte der Flughafenbetreiber die Eröffnung selbstbewusst.”

16.08.2015, Deutschland: Trotz Polizeisperre Braunkohle-Gegner stürmen Tagebau Garzweiler:

“Mehrere hundert Umweltaktivisten sind am Samstag in den Braunkohle-Tagebau im rheinischen Garzweiler eingedrungen. Weil eine Gruppe am Vormittag in die Nähe eines Baggers gelangen konnte, wurde dort der Betrieb gestoppt, wie ein Sprecher der Betreibers RWE bestätigte. Einige Demonstranten setzten sich auf die Ketten des Baggers. Die Polizei in Düren teilte mit, die Demonstranten hätten zuvor eine Polizeisperre durchbrochen. Die Polizisten setzten unter anderem Pfefferspray ein.”

Hier klicken, um meinen Blog-Bericht von der Blockade zu lesen:

“Ende Gelände: 1300 KlimaheldInnen blockieren den Garzweiler Kohletagebau”

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5.8.2015, USA: Obama will jetzt gutes Klima (TAZ, 5.8.15):

“WELT RETTEN US-Präsident bekämpf Klimawandel. Industrie: No! Ökos: Yeah!”

“Die üblichen Verdächtigen regierten mit heftiger Schelte. Vertreter von Stromkonzernen sowie führende Republikaner haben die ehrgeizigen Klimaziele von US-Präsident Barack Obama kritisiert. Zahlreiche Bundesstaaten kündigten Widerstand an, republikanische Präsidentschaftsbewerber verwarfen den
Plan gar als verfassungswidrig. Und selbstverständlich läuft auch die Kohleindustrie Sturm.”

“Vier Monate vor der Internationalen Klimakonferenz hatte Obama am Montag die bisher schärfsten Maßnahmen zur Bekämpfung des Treibhauseffekts angekündigt. Als Kernpunkt der neuen Regeln müssen Kraftwerke in den USA erstmals ihren Schadstoffausstoß reduzieren – bis 2030 um 32 Prozent im Vergleich zu 2005.”

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