Wir plündern die natürlichen Ressourcen zu stark: Wann kommt der Paradigmenwechsel?

Weltweit steigt der Meeresspiegel, mehr und extremere Unwetter ereignen sich. Trotzdem plündern wir die natürlichen Ressourcen weiterhin zu stark. Momentan sehen wir die Erde als unerschöpfliche Quelle für die wirtschaftlichen Aktivitäten der Menschen. Als die Nutzung fossiler Energieträger Kohle und Öl die ungeahnte Beschleunigung des wirtschaftlichen Wachstums vor ca. 200 Jahren ermöglichte, sahen wir in Europa und den USA zunächst nur die noch nie dagewesenen materiellen Reichtümer, die auf Kosten der natürlichen Ressourcen erwirtschaftet werden konnten.

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Durch die Nutzung der fossilen Energie wurde ein Lebensstil in unermesslichem materiellem Reichtum möglich, wie dieses EINfamilienhaus aus den USA zeigt.

Etwas mehr als zwei Jahrhunderte später wissen wir längst, dass ein Business as usual so nicht mehr möglich ist. Wir haben die Grenze dessen, was die Erde geben kann, erreicht und überschritten.

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Der letzte Weltklimarat-Bericht zeigt erneut wie negativ sich die auf fossiler Energie beruhenden wirtschaftlichen Aktivitäten der Menschen, auf die Lebensbedingungen für alle Lebewesen auf der Erde, auswirken.

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Herbstorkan Christian wütet im Oktober 2013 in Kappeln an der Schlei.

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Die großen Schäden nach kräftigen Unwettern in NRW im Juni 2014 verursachen hohen Reparaturbedarf.

Wir steuern also direkt auf die Klimakatastrophe mit extremen Wettereignissen, Dürren und Starkregen, einem übersäuerten Ozean und einer durch den Meeresspiegelanstieg beschädigten Infrastruktur zu, nur um einige der vielen Folgen zu nennen.

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Für das kleine Schleswig-Holstein hinterließ der Orkan Christian große Schäden.

Deshalb frage ich mich, wann der dringend benötigte Paradigmenwechsel  kommt? Wann verstehen wir, dass wir neue gesellschaftliche und kulturelle Wege einschlagen müssen? Ständige Flugreisen und der massive Ressourcenverbrauch für den ungebremsten Konsum liegen einfach außerhalb unserer planetarischen Möglichkeiten. 

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Steigende Meeresspiegel bedrohen auch Immobilien in der Nähe von Istanbul in der Türkei.

Ist es möglich, dass wir bei dem früher oder später kommenden Paradigmenwechsel – hin zu einem besseren Umgang mit natürlichen Ressourcen – auf das indigene Wissen zurückkommen werden, das bisher nicht wirklich beachtetet wurde?

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Das steigende Meer klatscht an den Hafen von Thessaloniki in Griechenland.

Es ist nämlich die indigene Bevölkerung von zum Beispiel Südamerika, die von jeher weiß, dass ein anderer Umgang mit der Umwelt, Natur, anderen Lebewesen möglich ist. Ist es nicht an der Zeit endlich einmal den Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents zuzuhören?

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Mitglieder der Kogi in den Bergen von Kolumbien. (Foto: A. Gosch)

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Die Kogi leben im Einklang mit der Natur. (Foto: A.Gosch)

Vielleicht müssen wir in der westlichen Welt ja auch ganz neue innovative Ideen an uns heran lassen? Ich finde den Gedanken, dass die Erde zum Beispiel kein totes Ding ist, sondern ein lebendiges Etwas, ein großes Ganzes, einen schönen Gedanken.

Earth Rights,englisch

Wäre es nicht angebracht, dass, nachdem wir nach und nach unser Rechtssystem weiterentwickelten, es nun auch den neusten Erkenntnissen anpassen? In unserem Rechtssystem hatten doch zuerst nur Könige und Königinnen Rechte. Nach und nach bekamen Männer ihre Rechte und seit kurzen haben auch Frauen ihre Rechte bekommen, zumindest in einigen Teilen der Welt. Dann gaben wir denjenigen Rechte, die nicht für sich selbst sprechen können, wie Kindern und Tieren.

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Macht dieser Sonnenuntergang nicht glücklicher als die 10. Hose im ungebremsten Konsum?

Ich finde, nun ist es an der Zeit  unser Rechtssystem so weiterzuentwickeln, dass die natürlichen Ressourcen nicht in diesem Ausmaße weiter unseren Planten entnommen werden können. Deshalb wäre es angebracht, der Erde als living body – als lebendigen Körper – auch ihre Rechte auf Leben und auf funktionierende Ökosysteme, frei von tödlicher Verschmutzung, zuzustehen.

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Wo wollen wir den Sauerstoff zum Atmen herbekommen, wenn wir die Erde weiter ungebremst zerstören?

Damit könnten auch UmweltschützerInnen im Gericht  die Rechte der Erde auf Unversehrtheit einfordern und extreme Umweltverbrechen, wie Kohleförderung, Fracking und Schiefergas-Förderung, besser verhindern.

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There is no economy on a dead planet.

Hier klicken, um ein von Julia Roberts gesprochendes Video zu sehen. Es heißt Nature is speaking: Mother Nature.

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